Corona Logbuch 2o21

Name: read_and_chill

Berufsgruppe oder Tätigkeit im Alltag: Lehrerin / unterrichte Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen / Bloggerin

Wie geht es dir im Moment?

Ich liege auf der Couch und trinke Kaffee. Der Kaffee schmeckt mir…mmm…! In der Wohnung ist es auf einmal ungewöhnlich still. Die Stille klingt allerdings unnatürlich, fast seltsam… Offensichtlich bin ich es seit über einem Jahr nicht mehr gewohnt, alleine in der Wohnung zu sein.

Dass gelegentliche Einsamkeit sogar sehr angenehm sein kann, muss ich jedoch erst wieder lernen. 

Die Kinder spielen draußen und mein Mann kauft ein. Eigentlich soll ich staubsaugen, putzen, mich um die Berge schmutziger Wäsche kümmern, aber…

Ich will einfach nicht, jetzt ganz sicher nicht!

Stattdessen möchte ich die seltsame Stille schön langsam einwirken lassen. Seltsam still. Ungewöhnlich ruhig. Von mir aus mag die Entspannung also beginnen!

Mmm… Gute Dinge kommen zu denen, die warten, das stimmt ja wirklich!

Just chill

In meinen wiedergewonnenen Optimismus erneut vertieft, schaue ich nachdenklich durch das Fenster in die anlockende Ferne. Aber warte!

Oje, was sehe ich denn da!?

Mein wandernder, abenteuerlicher Blick stolpert leider schon bei seinem ersten gewagten Schritt über das schmutzige Fensterglas, das wie eine befleckte Leinwand aussieht.

Dreckkunstwerk der Natur

Ach, so ein Desaster!

Dieser Anblick ist dermaßen erschütternd, dass es mir fast weh tut. Die unheimlichen Wasserflecke, die unzähligen kleinen und großen Fingerabdrücke und der omnipräsente Schmutz vermischen sich ekstatisch in ein undefinierbares, wildes Muster, in eine Art primitive Kunst mit leicht abstrakter Note und einer Prise Schwarzhumor.

Das gibt’s doch nicht!

Seit wann dekoriert dieses Dreckkunstwerk der Natur mein Fensterglas, denn das überwältigende Mosaikdreckbild bemerke ich jetzt definitiv zum allerersten Mal! Oder bin ich schon so unsensibel geworden, dass ich nicht einmal das, was mir direkt vor der Nase steht, mehr sehe? Den Moment genießen, die Ruhe bewahren… Ach, verdammt! Wieso macht mich eigentlich so etwas nervös, es sind doch nur Wasserflecke?! Auf dem Sofa entspannt liegen… Und wie zum Teufel soll ich in Ruhe über Gott und Welt kontemplieren, wenn ich dermaßen unkonzentriert bin!?

Es zwickt schon im Magen, ich spüre es, aber ich will nicht an das Fensterglas denken, jetzt ganz sicher nicht! Ruhig bleiben, austrinken, Schluck für Schluck, loslassen… Babyleicht, nicht?

Loslassen leicht gemacht!

Ein paar Minuten später blicke ich mit halbgeschlossenen Augen wieder in die einladende Weite, diesmal aber ganz gechillt. Eher klar.

Schön ist es hier, aber wie wäre es da drüben?

Kann es sein, dass die anlockende Weite tatsächlich mehr als die greifbare Nähe bietet, oder ist es nur eine Fata Morgana? Ach, du Schwachsinnige! Wen interessiert es überhaupt, was die trügerische Weite verspricht und der hartnäckige Fensterdreck so müßig versteckt? Hast ja recht.

Wie gesagt, ich chille.

Da drüben sein…

Hinter dem nervigen Fensterschmutz scheint die Sonne immer noch hell und entschlossen. Ihre goldenen Strahlen verleihen den weißen Wänden, staubigen Möbeln und meiner blassen, winterlichen Haut ein bisschen Farbe und Wärme. Augen schließen. Augen öffnen. Rötliche Wärme aufnehmen.

Gut! Jetzt muss ich mich aber wirklich entspannen! Go with the flow, just take it easy, was immer… Hauptsache, keine höheren Ambitionen mehr! Ich will nichts mehr wollen, wozu auch? Wünsche und Träume machen Falten und das wollen wir unbedingt vermeiden. Aus diesem Grund konzentriere ich mich lieber auf das Leben im Hier und Jetzt. Irgendwie macht das viel mehr Sinn. Abschalten in 1-2-3, fertig!

Langsam vergesse ich die verführerische Ferne, die sowieso außerhalb der Reichweite liegt, die strahlende Sonne, die ohnehin den Augen schadet, als auch den hellblauen Himmel, der sich von meinem dreckigen Fensterglas so feige verschleiern lässt. Alles vergessen, was nur hätte sein können… Ruhig bleiben, austrinken, Schluck für Schluck, loslassen.

Die einfachen Dinge im Leben, oder?

Tasse voller Leben

Aber als ich gerade dabei war, meine Kaffeetasse auszutrinken, bemerkte ich, dass das kalte Leben in der Tasse keinen Geschmack mehr hat! Moment mal, meinst du den Kaffee oder das Leben?! Was willst du damit sagen? Naja, im Gegensatz zum Kaffee, der in der Tasse bleibt und möglichst nach Tundra oder schwarzer Erde schmeckt, fühlt sich das Leben im Moment völlig ungewürzt, abgestanden an. Das habe ich bis jetzt nur nicht bewusst wahrgenommen… Geschmacklos. Leblos. Reizlos. Das Leben.

Hier passt etwas nicht, es passt nicht mehr! Der Moment ist jetzt endgültig weg. Alles ist weg. Augen öffnen! Öffnen!

Mein Körper ist dehydriert, das muss aber an dem übertriebenen Kaffeekonsum liegen. Nun, wo war ich? Ach ja, bei der Rekapitulation: In die Ferne schauen bringt nichts und das beliebte Hier-und-Jetzt-Konzept ist fad. Hm…

So gesehen, scheint der Weg in die Entspannung aber recht anstrengend zu sein!

Ich brauche also ein neues Chill-Konzept, und zwar dringend. Wichtig dabei zu beachten: nicht durch das dreckige Fenster in die Ferne schauen, weder an die schmutzige Wäsche noch an das Putzen denken, auf den Kaffee völlig verzichten! Alles klar!

Das neue Chill-Konzept

Mit leicht zitternden Händen stelle ich die Kaffeetasse ab, lege mich hin und verwandle mich augenblicklich in eine Art lebendes Stillleben. Wie angenehm! Aber warte, etwas stimmt schon wieder nicht!

Die Stille drückt. Die Couch juckt. Oh, wie schade, jammer-, jammerschade!

Seit fast einem Jahr sitzen, beziehungsweise liegen wir ununterbrochen hier auf dieser Couch. Liegend lesen, liegend arbeiten, liegend telefonieren, liegend fernschauen. Unsere liegenden Aktivitäten hatten aber leider irreparable Konsequenzen nicht nur für uns, sondern auch für die arme Couch, für die wir bald keine weitere Verwendung mehr finden. Abgenutzt, zerkratzt, verachtet.

Einst eine schöne und durchaus beliebte Couch ist der Corona-Krise zum Opfer gefallen, genauso wie etwa meine Wirbelsäule, der Rücken, die Nerven, geschweige denn die gesamte Weltwirtschaft, das Kulturleben, ach… Und wenn weder die Couch noch die Wirtschaft mehr zu retten sind, dann möchte ich zumindest meinem Körper eine faire Chance auf Genesung geben, aber wie denn?

Die Stille drückt, die Couch juckt.

Ein kurzer Urlaub oder eine schöne Reise würden sicherlich helfen, höre ich eine sympathische Stimme in meinem Kopf sagen. A-ha! Dann buche ich am besten gleich einen Flug! Na Servus! Unbedingt schnellstmöglich abreisen, einfach weg! Das Leben hier und unter diesen Umständen ist ja nicht länger auszuhalten…

Langsam aber sicher werde ich von der Idee besessen, mich von der Couch, als auch die Couch von schwerer Last meines verkrampften Körpers endgültig zu befreien. Richtig grandios, die Idee!

Die Couch geht also in Frühpension und ich – ab ins Freie! Auf nach…hm… Coronafreiland? Eben. Verdammt! Wie hätte ich es nur vergessen können?! Denn es waren einmal billige Flüge, Last Minute Pauschalreisen, Kurzurlaub Schnäppchen et cetera, sicher, aber einmal war das Leben. Gewöhn dich endlich daran, du!

Jetzt ist natürlich alles anders. Die Regeln ändern sich schnell und manchmal auch gegen jegliche Vernunft. Was darf man alles nicht mehr, was muss man aber? Fragen! Regeln! Maßnahmen! Verbot! Gebot! Sehr ermüdend… Aber wie lange noch? 

Mein Kopf zerplatzt, ich nehme eine Tablette von 684 mg und schließe wieder die Augen. Die weichen Lider umhüllen meine müden Augen und beschenken sie reichlich mit warmer und angenehmer Dunkelheit. Tief einatmen, ausatmen.

Die Zeit des Wartens

Zurück zur Frage, was genau stört mich an der ganzen Sache? Warum habe ich ständig das Gefühl, ich verpasse etwas? Was denn?? Geht es um die Zeit vielleicht? Das muss es sein! Denn die Zeit vergeht in ihrem eigenen Schritttempo und als einzige Konstante in unserem Leben bleibt sie nach wie vor – gnadenlos.

Dass die Zeit aber nicht mehr vom Leben, sondern nur noch vom endlosen Warten erfüllt wird, stört mich am meisten. Das ständige Auf- Godot-Warten ist unsere neue Realität und vielleicht auch ein klarer Beweis dafür, dass das Leben die Kunst vielmehr nachahmt, als die Kunst das Leben (Oscar Wilde hatte also doch Recht!).

Dabei muss man nur an die vielen dystopischen und apokalyptischen Filme und Szenarien denken, die das Leben jetzt so verzweifelt zu imitieren versucht. Wir brauchen eine neue Kunst, die uns von der Hollywood`schen Schnulze endlich befreit und die Zeit erneut mit dem Leben erfüllt! Und wenn uns die Politiker mit ihren Maßnahmen nicht retten können, gelingt es möglicherweise der Kunst.

Worauf warten wir noch?

Oder wollen wir die unersättliche Fülle der Leere auch weiterhin lautlos begrüßen und resigniert akzeptieren? Stoisch aushalten. Nur brav sein. 

Ma che brava!

Es wird immer wärmer in der Wohnung, ich ziehe mir die Socken aus. So ist es viel besser! Dann schaue ich auf die Uhr, es ist noch früh. Schön ist es, so viel Zeit zu haben, aber was mache ich mit verdammt so viel Zeit? Nur brav sein. Ach, ja. Und brav bin ich tatsächlich! Wie gesagt: Allein zu Haus. Auf der Couch liegend. Durch das Fenster (nicht mehr) in die Ferne schauend. Wartend. Voilà!

Mein eigenes Leben fühlt sich irgendwie fremd an, als wäre es nicht mehr meins. Im vergangenen Jahr wurde das Leben aus dem coronartigen Alltag schamlos vertrieben. Seitdem ist das Leben auf der Flucht. Das Leben – ein Asylant. Seit.Fast.Einem.Jahr.Nicht.Mehr.Meins! Liegen und warten. Wartend. Liegend.

Mir tut alles weh. Mein Fleisch, meine Knochen, meine Haut. Es sind gerade viele Stimmen in meinem Kopf, bald halte ich es nicht mehr aus: Bleib doch auf der Couch! Ich will aber nicht, jetzt nicht mehr! Du bleibst mir aber da! Nein, ganz sicher nicht!Ich bin immer noch frei, oder? Der Mensch ist entweder frei, oder…? Unfrei? Gefangen? Versklavt?

Seit fast einem Jahr bin ich eingesperrt. Ich darf nicht darüber nachdenken. Darf nicht darüber nachdenken. Darf nicht…

Im Fernseher laufen Nachrichten. Nach langer, langer Zeit „Lockerungen“ in Sicht! Kann es sein, dass es bald vorbei ist? Nein, bestimmt nicht. Sei still, du ungläubiger Thomas! Dass die Kinder bald wieder in die Schule und wir einkaufen gehen dürfen, ist noch lange kein „Triumph“ der „alten Normalität“! Ach, bist du naiv!… Schlechthin ein Grund für Glück und Freude. Lockerungen, Lockerungen… In Sicht!

k/ein Triumph?

Wie geht es dir im Vergleich zum letzten Lockdown und welche Phasen hast du 2020 durchgemacht?

Lockdowns sind einfach nicht mein Ding. Das komplette Herunterfahren des gesellschaftlichen Lebens kann doch nicht die einzig mögliche Antwort der Politik auf unsere aktuelle Situation sein, aber Schwachsinn hält meistens länger und besser. Daher war schon der erste Lockdown überhaupt kein Spaß, aber zumindest war das Wetter relativ schön und man konnte viel Zeit draußen verbringen.

Da es in dem Moment keine Alternativlösungen gab, hat sich die neue Routine ziemlich schnell etabliert: Nicht in die Arbeit gehen dürfen, länger schlafen können, endlose Tage und Nächte mit den Kindern verbringen müssen (verbringen wollen, ich meinte natürlich ‘wollen’). Oje!

Fernsehen, viel kochen, öfter backen, aber vor allem mehr trinken. Zum Wohl! Der erste Lockdown fühlte sich vielleicht auch deswegen wie ein verlängertes Wochenende, nein, eher wie ein unendliches Wochenende an. Am Anfang zumindest. Später war es immer verwirrender und Sorge erregender, besonders gegen das Ende.

Zum Wohl!

Dass es mal auch Schlimmeres gab, ist ja durchaus möglich, aber was tun, wenn es in der eigenen Wohnung allmählich klaustrophobisch wird?

Deswegen waren wir überglücklich, als wir im Juli ans Meer fahren durften. Endlich Freiheit! In kürzester Zeit wirkten blaugrüne Pastellandschaften und sonnige Aussichten der Adria Wunder auf meine instabile Psyche, die seit März eine durchgehende Krise hatte!

Ein bisschen Hoffnung war jedenfalls am Horizont zu sehen, aber wie lange halten schlecht konservierte Hoffnungen eigentlich? 

Im Gegenteil zum ersten, war der zweite Lockdown nur noch schrecklich. Eher befürchtet als von mir bewusst erwartet, passierte es kurz vor Weihnachten.

Gloria! Gloria in excelsis Deo!

Nun, wie hat der Grinch diesmal Weihnachten gestohlen? Durch Maßnahmen, eher klar. Denn es galten keine alten Regeln mehr, nur die Maßnahmen als das höchste und einzige Gebot. Das Resultat? Keine Weihnachtsfeier, kein Christkindlmarkt, kein Punsch oder Glühwein, kein Shoppen und schon gar kein „Driving home for Christmas“! Frohe Weihnachten, ihr Lieben! Habt’s schön, macht’s gut!

Und bitte nicht vergessen, ab sofort heißt es, durch das Nicht-Zusammensein stark zusammenhalten! Witzig, was?

Anders geht es nicht, sagten die Experten. Jetzt mal brav und tüchtig sein und bald wird alles wieder gut, versprochen. Dezember 2020 war somit ein einsamer, ziemlich uninteressanter Monat… Ich fühlte mich verraten, betrogen, frustriert. Langsam wurde ich auch depressiv. Aggressiv? Naja… 

Der dritte Lockdown war für mich reine Provokation. Einfach unfassbar! Als würde man mich an die Nase ziehen und etwa für dumm halten. Ich war so empört, als ich erfuhr, dass es mit den Maßnahmen gleich in die nächste Runde geht. Ich konnte genau spüren, wie die Wut in mir steigt. Da wusste ich, jetzt geht es aus der Horizontale in die Vertikale! Ab mit dir! Aufstehen! Augen öffnen!

Ich wollte schreien, meiner Wut endlich einen freien Lauf geben, aber mir fehlte der Mut dazu.

Die Frage war natürlich, ob ich mit meiner Wut und Frust alleine dastehe, oder es auch andere wie mich gibt? Was möchte ich überhaupt erreicht haben? Ist das, was ich mir so sehr wünsche, auch berechtigt? Mit anderen Worten, darf ich das wollen? Ja, das darf ich ganz bestimmt!

Keine Angst, keine Panik mehr, aus! Mein Herz fängt an, schneller zu schlagen. Meine Wangen werden rot, werden heiß. Der Körper zittert, der Geist wacht auf. Das kann unmöglich so weiter gehen. Tu was!

Die Zeit wird wieder vom Leben erfüllt. Die Leere wird aus dem Inneren, aus der Seele verdrängt. Augen öffnen! Etwas tun!

Wie hat sich dein Tagesablauf im Laufe des Jahres 2020 etabliert oder welche Lösungen und Kompromisse hast du gefunden?

Mein Tagesablauf war sehr unterschiedlich. Vom Nichtstun zum Vieltun, je nach dem… Nicht einmal im Sommerurlaub konnte man des Gefühls los werden, dass etwas nicht stimmte, oder einfach fehlte.

Im ersten Lockdown bin ich beispielsweise monatelang nicht in der Arbeit gewesen und das fiel mir äußerst schwer. Im zweiten Lockdown hat sich die Situation dann aber dramatisch geändert: Während die Lehrenden unbedingt in die Schule mussten, dürften es die Lernenden auf gar keinen Fall, sie durften gefälligst zu Hause blieben. Im Hausarrest?

Lieber im Hausarrest?

Das neue Schulkonzept war einfach beeindruckend, aber vor allem sehr innovativ: Leere Schulen voller Lehrer! Logisch, oder? Wie bei der Spiegelreflexion, alles schön verkehrt.

Mein Klassenzimmer erinnerte mich damals an gruselige Szenen aus einem Horrorfilm: leer, still, staubig, traurig…

Und was tun meine Schüler zu Hause? Lernen? Verzweifeln? Sich langweilen? Wahrscheinlich schauen sie die ganze Zeit nur auf ihre Handys und werden täglich immer mehr süchtig, kurzsichtig, gebückt und entfremdet.

Was wird aus ihrer Kindheit, aus ihrer Jugend? Kann man auch die nicht erlebten Momente und die Erfahrungen, die es hätte geben sollen, in guter Erinnerung bewahren? Und was ist letztendlich aus dem bekannten Spruch „Kinder sind unsere Zukunft“ geworden?

Die Sache ist, ich will ja gar keine Kompromisse mehr eingehen und nach keinen alternativen Lösungen mehr suchen. Warum soll ich ja diese Situation akzeptieren?

Danke, aber nein, danke. Augen öffnen! Tu was!

Was ist dein Fazit für 2020?

Verpiss dich 2020. 

Bitte gerne. 

Danke.

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Welche Wünsche hast du für das Jahr 2021?

Ich wünsche mir gar nichts mehr, ich insistiere!

Hiermit möchte ich bei dem lieben Universum einen Antrag auf körperliche Nähe und vollständige Mimik, Umarmungen und Küsse, spontane Begegnungen und den live Austausch, auf ein im Mundwinkeln verstecktes Lächeln, die angenehme Wärme der Haut, ihren spezifischen Geruch und die feine Textur, auf offene Arme, Freundschaft und Liebe stellen!

Das sind doch Kleinigkeiten, sei nicht so zickig, du liebes, mächtiges Universum!

Lass mich mal wieder einen Tisch für Zwei reservieren, Konzerttickets kaufen, mich in die gut gelaunte Menschenmenge stürzen und singen, oh singen! Lass mich tanzen und die Welt kurz vergessen! Lass mich ausgehen, flirten, warum auch nicht?  Meinen Charme mal testen, jemanden anlächeln, an die Hand nehmen, kennenlernen oder eben nicht, verlassen, vergessen, verpassen… Lass mich meine eigenen Entscheidungen treffen, mein Leben selbst bestimmen!

Denn ich bin mutiger geworden, weißt du, viel mutiger. Ich werde Wiederstand leisten, rebellieren, immer wieder versuchen dich auszutricksen!

Also keine weiteren Verzögerungen und schon gar keine Ausreden möchte ich mehr von dir hören!

Ab ans Meer, ab in die Berge!

Lass mich reisen, frei atmen! Kinder kreischen, Jugendliche schreien, Liebende stöhnen. Hör zu! Die menschliche Natur ist nicht zu stoppen…

Die Wutbürgerin in mir wird langsam zu einer selbstbewussten Mutbürgerin. Das darf aber durchaus sein! 

Die Rebellin

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